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23. Februar 2012
 

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Die Austellung "Roads of Arabia"

[Video]

Prinz Sultan bin Salman und Klaus Wowereit im Pergamonmuseum

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"Scheich-Werbung"

"Roads of Arabia" - Poliert Saudi Arabien sein Image mit antiker Pracht?

Bisher stand Saudi-Arabien für Sand, Öl und strengen Islam - erst vor einigen Jahren entdeckte man das größte arabische Land als archäologische Fundgrube. Die Ausstellung "Roads of Arabia" im Berliner Pergamon Museum zeigt zum ersten Mal Funde aus 6.000 Jahren Menschheitsgeschichte. Figürliche Darstellungen aus der vorislamischen Zeit: ausgelassene Weinbankette auf Mosaiken, Bronzemasken mit römischen Frisuren und jüdische Grabsteine.

 
 
 
 

"Saudi Arabien ist heute das, was Ägypten im 19. Jahrhundert für Archäologen war: ein großes Abenteuer", sagt Professor Ali Al-Ghabban, Vizepräsident der Saudischen Kommission für Tourismus and Antiquitäten.

 

Eine Imagekampagne

Multikulti in Saudi Arabien? Wir blicken hinter die Kulissen der Ausstellung, fragen, warum sich für die Ausstellung nur wenige deutsche Sponsoren finden ließen, in einer Zeit wo der Verkauf von deutschen Panzern und Grenzanlagen an den Wüstenstaat vorangetrieben wird. Wir zeigen wie man in Saudi Arabien heute lebt und diskutieren mit Ausstellungsmachern und Orientexperten, ob die aktuelle Kooperation zwischen saudischen und deutschen Behörden und Museen einer gezielten Imagekampagne des menschenrechts-missachtenden Landes dient oder sie die zaghafte Öffnung Saudi Arabiens unterstützt.

 

In der Hauptstadt ist den Religionswächtern die Ausstellung, die Funde aus der vorislamischen Zeit "des Unwissens" ausstellt, noch immer ein Dorn im Auge. Professor Ulrike Freitag vom Zentrum Moderner Orient meint: "Dass Saudi Arabien hier nun auch dezidiert seine vorislamische Geschichte ausstellt, ist im Hinblick auf die innenpolitische Diskussion in Saudi Arabien ein ganz wichtiger Schritt."

 
 
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