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09. Februar 2010
 

aspekte

 
Die aspekte Spots. Quelle: Quelle: ZDF

Kultur in Kürze

Die aspekte-Spots ...

... vom 20. November 2009

Unterhaltsam, informativ und selbstverständlich nie ironisch: die aspekte-Spots. Jede Woche präsentiert aspekte Neuigkeiten aus der wunderbaren Welt der Kultur. Und das Gute daran: Wir fassen uns kurz!

 
 
 
 

Jeanne Claude ist tot

 

Das Künstlerpaar Jeanne Claude und Christo wurden am selben Tag geboren. Gestern ist sie gestorben: Jeanne Claude Guillebon, Kind aus bestem Hause, Generalstochter. Ende der 50er trifft sie auf den Bulgaren Christo, der ihre Mutter portraitierte. Obwohl mit einem anderen verheiratet, wird Jeanne Claude von Christo schwanger und seitdem - also seit 50 Jahren - hat man sie nur noch händchenhaltend gesehen. Die Verhüllungen waren seine Idee, die Großprojekte umzusetzen, schaffte er nur mit ihrer Hilfe. Christo muss nun sein Versprechen einlösen, die gemeinsame Kunst alleine fortzusetzen.

 

Surrealismus-Projekt

 

Ludwigshafen befindet sich im Surrealismus Rausch. Gleich zwei Ausstellungen zeigen nicht nur altbewährte Meister wie Dalí, Max Ernst und Magritte, sondern auch deren tschechische Kollegen und Kolleginnen. Allen vorweg Toyen, eigentlich Marie Cermínová, eine Prager Künstlerin, die in den 30ern beeindruckende Pionierarbeit für die Frauen des Surrealismus leistete. Bisher nur als Musen und Geliebte bekannt, können wir Meret Oppenheim, Dora Maar, Lee Miller und viele andere als Meisterinnen des Surrealismus entdecken. Das Buch "Spiele der Frauen" aus dem Belser Verlag erzählt ihre Geschichten. Was Neues für Surrealisten-Fans.

 

Infobox

Karoline Hille, Spiele der Frauen, Künstlerinnen im Surrealismus, Belser Verlag. Quelle: Belser Verlag
Belser Verlag

Spiele der Frauen

Künstlerinnen im Surrealismus
von Karoline Hille
Belser Verlag

Ludwigshafener Ausstellungsprojekt
"Gegen jede Vernunft. Surrealismus Paris - Prag"
Wilhelm-Hack-Museum und Kunstverein Ludwigshafen
bis 14. Februar 2010

 

"Pimmel über Berlin"

 

Berlin. Es soll als Therapie für Bild-Chef Kai Diekmann - oder allgemein der Springer Presse - dienen: ein Relief, diese Woche frisch montiert. Titel: "Der Pimmel über Berlin", Fassadenkunst von Bildhauer Peter Lenk. Die "tageszeitung" erinnert damit an den Penis-Rechtsstreit der beiden Zeitungen. Verärgert über die Bild und ihre schlüpfrigen Schlagzeilen, druckte die taz vor sieben Jahren einen frei erfundenen Artikel über eine missglückte Penisverlängerung Diekmanns. Der Bild-Chef klagte, was den Streit bekannt machte. Das Gericht verbot zwar den Artikel, Diekmann bekam aber kein Schmerzensgeld. Jetzt geht der Spott, verkleidet als Friedensangebot, in Sichtweite des Springerhauses weiter, denn auch Springer-Witwe Friede hat ihren Platz im Kunstwerk: als Schlangenbeschwörerin.